Bayerische Staatsoper München

Nationaltheater in München

© Felix Löchner

Die erst spät erfolgte Vereinigung der bis 1871 souveränen und auch danach ihrer Kulturhoheit energisch verteidigenden deutschen Einzelstaaten, hat ebenso wie die staatliche Nachkriegsteilung bis 1990 wesentlich dazu beigetragen, dass sich die deutsche Opernkultur nicht wie in anderen Staaten in einer einzigen Metropole konzentriert entwickelte. Im Ergebnis kann Deutschland nicht nur in Berlin, sondern auch an anderen Standorten mit hervorragenden Opernhäusern aufwarten. Dazu gehören zum Beispiel Bayreuth, Dresden, Hamburg und eben auch München, das mit seiner Bayerischen Staatsoper eine der global renommiertesten Opernstätten besitzt.

Geschichte der Bayerischen Staatsoper München

Die historischen Anfänge der Bayerischen Staatsoper München gehen auf das 17. Jahrhundert zurück. Der kunstsinnige Kurfürst Ferdinand Maria richtete sich in seiner Residenz 1657 ein eigenes Opernhaus ein, das 1750 durch ein im Rokoko-Stil errichtetes Residenztheater (Cuvilliés-Theater) ersetzt wurde. Dieses Theater erwies sich Anfang des 19. Jahrhunderts als zu klein und wurde durch den Bau des Nationaltheaters ergänzt. Zunächst stand ausschließlich die Darbietung von italienischen Opern zur Ergötzung des höfischen Publikums auf dem Spielplan. Ende des 18. Jahrhunderts, mit der Öffnung des Residenztheaters auch für bildungsbürgerliche Schichten, gelangten auch deutsche Opern zur Aufführung. Eine der opernhistorisch interessantesten Phasen der Bayerischen Staatsoper München wurde durch die Beziehung des Märchenkönigs Ludwig II. und des exzentrischen Opern-Komponisten Richard Wagner in den 1860er Jahren begründet. Ein bis heute nachhaltendes Ergebnis dieser künstlerisch überaus fruchtbaren Paarung von Staatsmacht und Genie sind die seit 1875 alljährlich aufgeführten Münchner Opernfestspiele.


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Spielstätten

Cuvilliés-Theater

© Wilfried Hösl

Die Bayerische Staatsoper bespielt drei Spielstätten. Neben den Haupthaus, dem Nationaltheater München, werden Opernhaus-Projekte auch auf den Bühnen des benachbarten Cuvilliés-Theaters und im Prinzregententheater gezeigt.
Der 1818 eingeweihte, kurz darauf abgebrannte und 1825 erneut eingeweihte, vom Architekten Leo von Klenze verantwortete klassizistische Bau des am Max-Josephs-Platz gelegenen Nationaltheaters ist eindeutig von griechischen Tempelbauten inspiriert worden. Insbesondere die Säulenvorhalle des zwei Dreiecksgiebel aufweisenden Kulturtempels erinnert an antike Vorbilder. Das 1943 bei einem Bombenangriff zum größten Teil zerstörte Haus wurde zwischen 1958 bis 1963 im alten Stil rekonstruiert. Mit einer Bühnengröße von 2500 qm hat die 2100 Gästen Platz bietende Bayerische Staatsoper München eine der weltweit größten Opernbühnen.

Große Auswahl an verschiedenen Veranstaltungen

Bayerische Staatsoper München

© Wilfried Hösl

Mit mehr als einer halben Millionen Besucher und etwa 350 Veranstaltungen jährlich gehört die Bayerische Staatsoper zu den bestbesuchten Kulturbetrieben ihrer Art in der Welt. Nicht nur ausgezeichnete Operninszenierungen, sondern auch Spezialevents wie z. B. das beliebte Opern-Dinner oder Kammer- und Akademiekonzerte des Bayerischen Staatsorchesters, dem Klangkörper der Bayerischen Staatsoper München, ziehen die Besucher an. Ebenso begeistert das seit 1988 organisatorisch selbständige Bayerische Staatsballett, das in enger Bühnen-Kooperation mit der Bayerischen Staatsoper steht, immer wieder das Publikum.

Das Nationaltheater gehört neben der Münchener Residenz und dem Palais Törring-Jettenbach zu den dominierenden Prachtbauten des altstädtischen Max-Josephs-Platz am Nord-Ende der bekannten Maximilianstraße. Das Hauptgebäude der Bayerischen Staatsoper München ist mit dem PKW über Altstadtring und Maximilianstraße zu erreichen. Der öffentliche Nahverkehr (MVG) bedient die in unmittelbarer Nähe der Bayerischen Staatsoper liegenden Haltestellen Odeonsplatz und Marienplatz mit S-Bahn (Linien 1 bis 8), U-Bahn ( U3 bis U6), mit den Buslinien 52 und 53 sowie der Straßenbahn-Linie 19 (Haltestelle Nationaltheater).

Weitere Informationen

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