Oper – Die Sache Makropulos

Die Oper Die Sache Makropulos wurde am 18. September 1926 in der tschechischen Stadt Brünn uraufgeführt, und gilt als ein Highlight der Bühnenkunst. Das Stück in drei Akten hat Leoš Janáček nach einer literarischen Vorlage des tschechischen Schriftstellers Karel Čapek entwickelt.

Inhalt der Oper

Oper Die Sache Makropulos

© Wilfried Hösl

Die Sache Makropulos ist ein spannendes Bühnenstück zwischen Fantasie, Vergangenheit und Gegenwart. Die Geschichte fängt dabei bereits vor Beginn der eigentlichen Erzählung an: Kaiser Rudolf II. beauftragt seinen Leibarzt Hieronymos Makropulos, ein lebensverlängerndes Mittel zu entwickeln. Tatsächlich schafft es der Arzt, ein solches Getränk herzustellen. Der Kaiser befiehlt ihm, es an seiner Tochter, Emilia, auszuprobieren. Als diese ins Koma fällt, wirft der Kaiser den Leibarzt ins Gefängnis. Doch das Mittel scheint zu wirken. Unbemerkt lebt die von nun an kaum alternde Emilia allein weiter, lediglich ihre Initialen E. M. weisen noch auf ihre Vergangenheit hin.

Erster Akt

Der erste Akt der Oper Die Sache Makropulos beginnt inmitten einen Erbschaftsstreits zwischen Jaroslav Prus und Albert Gregor, der vor Gericht ausgetragen wird. Gregors Anwalt bringt die Opernsängerin Emilia als Zeugin ins Spiel: Sie behauptet, entscheidende Details aus Gregors Familiengeschichte beitragen zu können, die ihm zum Erbe verhelfen könnten. Gregor ist fasziniert von der geheimnisvollen Zeugin, die jedoch all seine Annäherungsversuche ignoriert. Allerdings scheint sie ein Interesse an einem griechischen Schriftstück zu haben, genannt Die Sache Makropulos.

Zweiter Akt

Hotel in München

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Im zweiten Akt der Oper hält sich Emilia nach einer Aufführung im Theater auf. Hier trifft sie auf die Sängerin Krista, den jungen Bariton Janek Prus (Jaroslavs Sohn) sowie einen älteren Mann, Hauk-Schendorf. Der glaubt, in ihr seine frühere Liebe Eugenia Montez wiederzuerkennen. Doch nach wie vor benötigt Emilie die Dokumente. Jaroslav Prus verspricht ihr schließlich, ihr das Schriftstück zu besorgen, jedoch nur, wenn sie die Nacht mit ihm verbringt.

Dritter und letzer Akt

© Wilfried Hösl

© Wilfried Hösl

Der dritte und letzte Akt der Oper Die Sache Makropulos zeigt Emilia und Prus in einem Hotelzimmer. Er übergibt ihr die Handschrift. Doch Emilia wird von Prus, Gregor und den Anwälten ins Verhör genommen. Schließlich gibt sie ihre Identität preis und es wird klar, dass sie das Schriftstück brauchte, um weitere 300 Jahre lang leben zu können. Am Ende muss sich Emilia entscheiden, ob sie ein solch langes Leben überhaupt noch möchte.

Aufführung in München

Aufgeführt wird das Stück im Nationaltheater am Max-Joseph-Platz in München, dem traditionellen Veranstaltungsort der Bayerischen Staatsoper.

Weitere Informationen

Hotel Cristal

Hotel Cristal