Oper – L’Orfeo

Die Oper L'Orfeo von Claudio Monteverdi gliedert sich in fünf Akte und beginnt mit einem Prolog. Erzählt wird die tragische Geschichte von Orfeo, dem Sohn des Apollo, und Euridice, seiner Geliebten. Nach dem Prolog preist ein Chor im ersten Akt den Tag, an dem sie ihre Liebe zueinanderfanden. Im zweiten Akt erfährt Orfeo durch die Botin Messaggiera, dass Euridice den Folgen eines Schlangenbisses erlag. Daraufhin beschließt der verzweifelte Orfeo in die Unterwelt vorzudringen. Er will Euridice befreien oder – falls ihm das nicht gelingen sollte – bei ihr verweilen.

Orfeo in der Unterwelt

L'Orfeo in München

© Wilfried Hösl

Am Eingang der Unterwelt – im dritten Akt – verwehrt ihm Charon zunächst den Zutritt. Nachdem der Wächter eingeschlafen ist (oder sich schlafend stellt), setzt Orfeo mit dessen Boot über. Im vierten Akt lässt sich Pluto dazu überreden, Euridice aus dem Reich der Toten zu entlassen. Unter gewissen Voraussetzungen kann sie mit ihrem zukünftigen Bräutigam die Rückkehr in die obere Welt antreten. Eine von Plutos Bedingungen besagt, das Orfeo Euridice auf dem Rückweg auf keinen Fall anblicken darf. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände geschieht jedoch genau das, und so verliert er die Liebe seines Lebens diesmal endgültig

 

Verzweiflung und Krise

L'Orfeo in München sehen

© Wilfried Hösl

Im letzten Akt schaltet sich Apollo persönlich ein. Er hilft seinem todunglücklichen Sohn dabei, diese furchtbare Krise zu überwinden. Apollo weist Orfeo darauf hin, dass nichts Irdisches von Dauer ist und er sich zu sehr seinen Leidenschaften hingegeben hätte. Dieser gelobt Besserung und zusammen steigen Vater und Sohn auf in die himmlischen Sphären der Unsterblichkeit. Das Ende der Oper L’Orfeo von Claudio Monteverdi wird eingeleitet von ausgelassenen Tänzen und Gesängen der Hirten und Nymphen. Diese lassen Orfeo ein letztes Mal hochleben und bringen ihm zu Ehren Weihrauchopfer.

Wissenswertes rund um die Oper

Zu Papier gebracht wurde L’Orfeo in den Jahren 1606 und 1607 von dem Italiener Claudio Monteverdi. Der Komponist, der auch als Sänger und Gambist agierte, begleitete zudem das Amt eines katholischen Priesters. Entscheidend trug er zu der Entstehung des Genres Oper bei. So kam es, dass L’Orfeo auch als die erste wahre Oper angesehen wurde. Das Werk, dessen Klänge von Emotionalität und dramaturgischer Stärke geprägt sind, geleitete die Musik von der Renaissance in das barocke Zeitalter. Die Uraufführung der Oper L’Orfeo in italienischer Sprache fand im Februar 1607 anlässlich des Geburtstages des Herzogs von Mantua statt. Die neue Deutschfassung der Oper von Orff erfolgte im April 1924. In München kommt die Komposition von Claudio Monteverdi unter anderem im Prinzregententheater und an der Bayerischen Staatsoper zur Aufführung.

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