Oper – Tristan und Isolde

Die emotionale Oper von Richard Wagner wird an der Bayerischen Staatsoper aufgeführt.
Aufgrund seiner ungewohnten musikalischen Schwierigkeiten galt das Stück als unaufführbar. Die Uraufführung verzögerte sich daher mehrmals. Erst nach Wagners Berufung nach München durch den Bayerischen König Ludwig II. konnte die Oper schließlich in München im Juni 1865 uraufgeführt werden.

Zur Musik

Wagner gilt als einer der bedeutendsten Reformer der Musik des 19. Jahrhunderts. Die Opern gestaltete er zu Gesamtkunstwerken. Ausdruck hiervon ist, dass er – wie auch bei der Oper Tristan und Isolde auch die Libretti und Regieanweisungen selbst (und auf Deutsch) schrieb. Er setzte modernste Errungenschaften des Instrumentenbaus ein. Und auch in der Harmonik ist sein Einfluss bis in die moderne Musik zu hören.

Handlung der Oper

Die Handlung der Oper Tristan und Isolde gliedert sich in drei Aufzüge.

Wagners Tristan und Isolde in München

@ Wilfried Hösl

Die irische Königstochter Isolde befindet sich auf der Überfahrt von Irland nach Cornwall, sie soll dem König von Cornwall als Friedenspfand ausgeliefert werden. Ausgerechnet Tristan tritt als Brautwerber auf, hatte er doch zuvor Isoldes Verlobten im Kampf getötet. Tristan, selbst auch verwundet wurde von Isolde gepflegt. Diese aber erkannte den Mörder und sann auf Rache. Da trafen sich ihre Augen, um Isolde war es geschehen.

Erster Akt

Vor der Landung in Cornwall fordert Isolde von Tristan die Bitte um Vergebung. Daraufhin befiehlt sie der Dienerin, einen Todestrank zu mischen. Tristan willigt ein: Beide trinken vom Trank. Den Tod erwartend, blicken sich Tristan und Isolde in die Augen und bekennen leidenschaftlich ihre Liebe: Der vermeintliche Todestrank war ein Liebestrank.

Zweiter Akt

In Cornwall angekommen, wartet Isolde nachts auf Tristan. Tristan erscheint, sie ergeben sich ihrer Liebe. Doch sie werden verraten und König Marke wird gewarnt. Erschüttert steht er vor seiner zerbrochenen Ehe und der Untreue seines Freundes. Verzweifelt stürzt sich Tristan in das Schwert seines Verräters.

Dritter Akt

Oper Tristan und Isolde in München

© Wilfried Hösl

Tödlich verwundet wird Tristan zurück zu seiner Burg gebracht. Isolde erreicht die Nachricht, dass nur sie ihn retten kann. Doch ihr Schiff kommt nicht. Tristan wartet und fiebert. Schließlich erscheint Isolde. Sie eilen sich entgegen. Mit letzter Kraft umarmt er die Geliebte, dann sinkt er tot nieder.
In der Zwischenzeit erreichen König Marke in Begleitung mit Melot, dem verräterischen Freund per Schiff die Szene. Melot wird von dem zornigen Waffenmeister Tristans erschlagen, doch diesen trifft selbst das Schwert. König Marke trauert: Er war gekommen, um Verzeihung zu bitten. Da erwacht Isolde aus ihrer Ohnmacht, wähnt halb diesseits, halb jenseits, Tristan lebendig und, im Liebesgesang, haucht ihre Seele aus.

 

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