Opernkomponist Alban Berg

Der österreichische Komponist Alban Berg (1885 – 1935) begann im Alter von 15 Jahren seine ersten, autodidaktischen Kompositionsversuche. Nachdem er in den folgenden Jahren eine Reihe Lieder und Duette komponiert hatte, lernte er 1904 Arnold Schönberg kennen, der ihn sofort als Schüler aufnahm. Im Rahmen der von Schönbergs Schülern veranstalteten Konzerte wurden auch 1907 erstmals Werke von Alban Berg öffentlich aufgeführt. Zunächst noch der Mahlerschen Spätromantik verpflichtet, begann Berg bald, diese zunächst mit der Atonalität und später auch der Zwölftontechnik seines Lehrers zu verbinden.


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Erstes Werk Wozzeck

Die Inspiration zu seiner ersten Oper erhielt Alban Berg, als er im Mai 1914 eine Aufführung von Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck“ sah. Er entschied sich, diesen Stoff zu vertonen, allerdings sollte es bis zur Fertigstellung der Oper noch sieben Jahre dauern, da er von 1915 bis 1918 in der österreichischen Armee Militärdienst leistete. Nach der Fertigstellung des Wozzeck fand er zunächst kein Opernhaus, das sein Werk aufführen wollte, weshalb er der Anregung Hermann Scherchens folgte und für das Musikfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins in Frankfurt am Main einen Zyklus aus Fragmenten des ersten und dritten Aktes zusammenstellte, der dort am 11. Juni 1924 uraufgeführt wurde. Mit diesem Zyklus errang Alban Berg einen sensationellen Erfolg, sodass sich Erich Kleiber an der Berliner Staatsoper am 14. Dezember 1925 an die Urauführung des gesamten Werks wagte. Diese und die folgenden Produktionen in Prag und Leningrad, aber vor allem in Oldenburg waren der Beginn eines riesigen Erfolgs. Alleine in den ersten zehn Jahren nach der Uraufführung wurde der Wozzeck in 29 Städten über 150 Mal aufgeführt.

Oper Lulu und früher Tod

Hotel Cristal in MünchenNach der Arbeit am Wozzeck schrieb Alban Berg zunächst für kammermusikalische Besetzungen, suchte aber parallel weiter nach einem Stoff für eine weitere Oper. Diesen fand er 1928 in Franz Wedekinds Tragödien „Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“. Von nun an arbeitete Alban Berg an der Umsetzung der Oper Lulu, von der er 1934 einige Stücke zu einer konzertanten Fassung, mit dem Titel „Symphonische Stücke aus der Oper Lulu“, zusammenstellte. Im Frühjar 1935 unterbrach er die Arbeiten an der Oper, um sein Violinkonzert, eine Auftragsarbeit für den amerikanischen Violinisten Louis Krasner, zu komponieren. Als Berg am 24. Dezember 1935 an einer Blutvergiftung starb, waren von Lulu die ersten zwei Akte sowie das erste Drittel und der Schluss des dritten Aktes fertiggestellt. Diese Fassung wurde postum am 2. Juni 1937 am Opernhaus Zürich uraufgeführt und wurde, wie bereits der Wozzeck, ein großer Erfolg. Später instrumentierte Friedrich Cerha anhand des Particells die fehlenden Teile und die komplette „Lulu“ erhielt ihre Uraufführung am 24. Februar 1979 an der Pariser Opéra Garnier.

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