Opernkomponist Claude Debussy

Claude Debussy, der heute weltberühmte Komponist, stammte aus einfachen Verhältnissen. 1862 als Sohn eines kleinen Ladeninhabers und Buchhalters geboren, besuchte er nie eine Schule; er lernte zwar privat Lesen und Schreiben, hatte aber zeitlebens Probleme mit der Orthographie. Indes entdeckte eine Bekannte seiner Eltern früh sein das musikalische Talent und förderte es nach Kräften, so dass er schließlich vom Pariser Konservatorium aufgenommen wurde.


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Debussys Ausbildung und Karriere

Während seiner Ausbildungszeit dort entschied sich Claude Debussy gegen den Beruf des Klaviervirtuosen und für eine Karriere als Komponist; als 23-jährigem gelang es ihm, den höchsten damals in Frankreich vergebenen Preis für junge Komponisten zu erringen, den Prix de Rome. Dieser ermöglichte Claude Debussy eine weiterführende, vierjährige Ausbildung in Florenz, die sein Können erweiterte.

In den Folgejahren schaffte es Claude Debussy bald, von seinen Kompositionen leben zu können; er führte das Leben eines Bohèmien, wie man damals sagte: Nach verschiedenen Liebschaften und Affären war er zweimal verheiratet. Mit seiner zweiten Frau hatte er 1905 eine Tochter. Allerdings wurde bei ihm 1911 eine Krebserkrankung festgestellt, welcher er 1918 im Alter von 55 Jahren erlag.

Innerhalb seines Werkes nehmen die Opernkompositionen nur einen vergleichsweise geringen Anteil ein und bestehen überdies zur Hälfte nur aus Fragmenten: Von den vier Werken sind zwei unvollendet (seine erste Oper Rodrigue et Chimène) bzw. nur als Fragment erhalten (La chute de la maison Usher, nach der Geschichte von Edgar Allen Poe). Mit dem 1902 nach neunjähriger Arbeit am vollendeten Werk Pelléas et Mélisande hatte Claude Debussy allerdings großen Erfolg. Nach nervenaufreibenden Proben und einer durch Buhrufe unterbrochenen Generalprobe (da sich Debussy mit dem Dichter der Texte überworfen hatte und dessen Anhänger daraufhin die Generalprobe durch wüste Buhrufe schwierig machten) war seine Oper über Wochen ausverkauft.

Damals und heute

Als Komponist ist Claude Debussy heute noch berühmt und unvergessen für seine Klavierstücke von impressionistischem Charakter, durch die er als Bindeglied zwischen Romantik und Moderne gilt. Er vermochte es in seinen Werken Einflüsse außereuropäischer Musik (insbesondere der südostasiatischen) aufzunehmen, wodurch seine Musik eine ganz eigene Harmonik entwickelte. Da die aus seiner Verwendung von Ganztonleiter und Pentatonik erzeugten Klangbilder einen fremden, sphärischen und schwebenden Charakter hatten, wurde Claude Debussy auch als der führende Komponist des Impressionismus bezeichnet. Seinen Werken zu lauschen ist auch heute noch ein ganz besonderes Vergnügen – als ob man in eine Welt, in mattes Mondlicht getaucht, eintritt; in dem Dinge keinen festen, aber einen schimmernden und klaren Charakter haben. Die Klarheit des Mondes. Clair de Lune.

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