Opernkomponist Giacomo Puccini

Der italienische Komponist Giacomo Puccini wurde am 22. Dezember 1858 geboren und wuchs in Lucca in der Toskana auf. Er wurde das letzte Mitglied einer hochmusikalischen Familie, die über zwei Jahrhunderte lang die Musikdirektoren des Doms von San Martino in Lucca gestellt hatte. Um der Familientradition gerecht zu werden, entschloss sich Giacomo Puccini für ein Leben im Zeichen der Musik. Der frühe Tod seines Vaters machte ihn im Alter von fünf Jahren zu einem Halbwaisen, und die mittellose Familie musste durch die öffentliche Hand der Stadtregierung unterstützt werden.

Puccinis früh entdecktes Talent

Giacomo Puccini studierte zunächst Komposition bei zwei ehemaligen Schülern seines Vaters. Anlässlich einer Aufführung von Verdis „Aida“, der er 1876 in Pisa beiwohnte, entschloss er sich, sein Leben dem Schreiben von Opern zu widmen. Im Herbst 1880 nahm Puccini am Konservatorium in Mailand das Musikstudium auf, das er drei Jahre später mit seiner Diplomkomposition „Cappricio sinfonico“ abschloss. Schon dieses frühe Werk erregte die Aufmerksamkeit der Künstlerkreise Mailands. Den Einakter „Le Villi“ schrieb er ursprünglich für einen Wettbewerb, dieser feierte durch den Einfluss des Komponisten Arigo Boito jedoch am 31. Mai 1884 seine Premiere im Theatro dal Verme. Die dramatische und melodische Kraft des Einakters, die stark an die Werke Richard Wagners erinnerte, veranlasste den Musikverleger Guilio Ricordi, die Rechte zu erwerben. Ricordi wurde zum finanziellen Gönner und lebenslangen Freund von Puccini.

Puccini und die Liebe

Nach dem Tod seiner Mutter begann der aufstrebende Puccini eine Affäre mit der verheirateten Elvira Gemingnani, aus der ein Sohn hervorging. Die Familie ließ sich im Fischerdorf Torre del Lago in der Toskana nieder. Nach dem Tod von Elviras Ehemann konnten beide im Jahr 1904 endlich heiraten, das Zusammenleben gestaltete sich wegen der rasenden Eifersucht der Frau jedoch höchst problematisch. Nach einem längeren Aufenthalt des Komponisten in Kairo kulminierten die häuslichen Auseinandersetzungen im Selbstmord eines Dienstmädchens und der Verurteilung von Elvira.


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Erfolg zu Puccinis Lebzeiten

Nach „Le Villi“ wurde das in der Mailänder Scala im Jahr 1889 uraufgeführte zweite Bühnenwerk „Edgar“ die erste in einer Reihe von erfolgreichen Opern von Puccini. Nach einem Studienaufenthalt in Bayreuth begann Puccini seine Arbeit an „Manon Lescaut“, die den Anfang seiner außerordentlichen Karriere markierte. In den darauffolgenden Jahren entstanden unter dem Einfluss des Naturalismus und Realismus die berühmtesten Opern von Puccini, die Liebesdramen Tosca, La Bohème und Madame Butterfly. Die Premiere von „La Fanciulla“ in New York wurde zu einem triumphalen Erfolg. Mit „Turandot“, der letzten der Opern von Puccini, schrieb der Komponist das einzige aus Italien stammende Bühnenwerk im Stil des Impressionismus. Giacomo Puccini konnte die Arbeit an „Turandot“ jedoch nicht vollenden, da er am 29. November 1925 seinem Kehlkopfkrebsleiden erlag. Er hinterließ insgesamt zwölf Opern. „Turandot“ wurde zwei Jahre nach Puccinis Tod an der Mailänder Scala uraufgeführt.

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