Opernkomponist Gioachino Rossini

Gioachino Rossini zählt zu den bedeutendsten Opernkomponisten. Viele der insgesamt 39 Opern Rossinis zählen auch heute noch zum Standardrepertoire der internationalen Opernhäuser. Bekannt wurde der Italiener vor allem als “Maestro” der Opera buffa, aber auch im ernsten Fach hat er sein Können mehrfach unter Beweis gestellt. Die Dynamik seiner Stücke sowie seine schwungvolle Rhythmik schufen eine neue Art des Musiktheaters, das nicht mehr nur die bürgerliche Elite, sondern auch das einfache Volk ansprach.

Leben und Werke Rossinis

Opernkomponist Gioachino RossiniZur Welt kam Gioachino Rossini am 29. Februar 1792 im mittelitalienischen Pesaro. Da sowohl der Vater als auch die Mutter Musiker waren, begann er schon früh, Violine und Cembalo zu spielen sowie zu singen. 1806 ging der junge Rossini nach Bologna, um am dortigen Konservatorium seinen Gesang zu schulen und um Kompositions- und Instrumentalunterricht zu nehmen. Nach einigen wenig beachteten Opern Rossinis erlebte der Musiker 1813 mit “Tancredi” und “L`Italiana in Alergi” erste Erfolge.

Zwei Jahre später übernahm er bereits die Leitung der beiden neapolitanischen Opern, mit der Auflage, für jedes Haus jährlich eine neue Oper zu schreiben. Es war ihm aber auch gestattet, für andere Opernhäuser zu komponieren. Vielen der heute so beliebten Opern Rossinis brachte das damalige Publikum jedoch keineswegs Begeisterungsstürme entgegen. Sowohl der 1816 in Rom uraufgeführte “Barbier von Sevilla” als auch das ein Jahr später präsentierte “Cenerentola”, das “Aschenputtel”, wurden erst durch spätere Inszenierungen zu Erfolgen.

Nachdem Rossini sein privates Glück bei der Opernsängerin Isabella Colbran gefunden und diese 1823 geheiratet hatte, nahm er 1824 die Stelle des Hofkomponisten am französischen Königshaus an. Während dieses Engagements versiegte seine kompositorische Ader langsam: Zu den letzten Opern Rossinis zählt der 1829 uraufgeführte Werk Guillaume Tell. Im Zuge der Juli-Revolution verlor Gioachino Rossini 1830 schließlich alle Ämter, war jedoch durch eine lebenslange Rente abgesichert.

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Von 1836 bis 1848 arbeitete er als Direktor des Musiklyzeums von Bologna und komponierte nebenbei Kammer- und Kirchenmusik. Nachdem seine erste Ehe 1836 gescheitert war, heiratete Rossini 1846 die Französin Olympe Pélissier. Mit ihr übersiedelte er aufgrund politischer Unruhen zwei Jahre später nach Florenz. Ab 1855 lebte er bis zu seinem Tode in Paris. 1868 erlag Gioachino Rossini, der bereits viele Jahre unter Depressionen gelitten hatte, dort den Folgen einer Darmoperation. Zuerst in der französischen Hauptstadt beigesetzt, wurden seine Gebeine später in die Florenzer Kirche Santa Croce überführt.

Bild: © Juulijs / www.fotolia.com

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