Opernkomponist Leoš Janáček

Leoš Janáček gilt als bedeutender Opernkomponist. Geboren wurde er 1854 in Hukvaldy (Hochwalde in Mähren), er starb 1928 in Ostrava (Ostrau). Neben Bedřich Smetana und Antonín Dvořák ist er ein weiterer großer tschechischer Tonkünstler.


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Leben und Werke Janáčeks

Der Vater, Jiří Janáček, war Lehrer und Musiker in Hukvaldy. Er starb 1866, als der Sohn noch nicht einmal 12 Jahre alt war. Leoš Janáček tritt in die Fußstapfen seines Vaters, denn er wird zunächst Musik- und Volksschullehrer. Später absolviert er ein Sprachstudium in Brünn und ein Orgelstudium in Prag. 1873 wird er Chormeister und komponiert Werke für Männerchöre. 1875 folgt in Prag die Staatsprüfung für Klavier, Orgel und Chorgesang. Sein musikalisches Rüstzeug perfektioniert der Komponist durch Studien in Leipzig und Wien. Er übernimmt Chor- und Orchesterleitungen und erteilt Klavierunterricht. Beispielsweise unterrichtet er die begabte Zdeňka Schulzová, Tochter des Direktors der Brünner Lehrerbildungsanstalt, an der er studiert hatte. 1881 heiratet er die zu diesem Zeitpunkt noch nicht 16-jährige Zdeňka. Das Paar bekommt zwei Kinder – 1882 eine Tochter und 1888 einen Sohn. Beide kränkeln häufig und sterben früh – 1890 der Sohn Vladimír, die Tochter Olga 1903.
Von 1881 bis 1919 war Janáček Lehrer und Chordirektor in Brno (Brünn), anschließend bis 1925 Professor für Kompositionslehre in Prag. 1928 stirbt Leoš Janáček in einem Sanatorium in Ostrau.

Opern und restliche Werke

Zweifelsohne ragt das Opernwerk aus dem umfangreichen Gesamtschaffen Janáčeks heraus. Bekannte Opern sind beispielsweise Jenůfa, Katja Kabanowa und Das schlaue Füchslein. Auch die Oper Die Sache Makropulos stammt von Janáček. Übertragungen der tschechischen Texte ins Deutsche fertigte der Kafka-Freund Max Brod an, wodurch Janáčeks Opern ab 1916 auch international bekannt wurden. Das Œuvre des tschechischen Komponisten ist umfangreich und vielfältig. Geistliche Werke, Chor- und Klaviermusik, Volksmusikeditionen, Orchester- und Kammermusik – alle Kategorien sind vorhanden. Bei der Recherche in einer Janáček-Discografie tauchten insbesondere eine Sinfonietta für Orchester, die Glagolitische Messe, Lachische Tänze und Klavierwerke auf.

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Typisch für Leoš Janáček ist sein Interesse am Volksgut seiner Heimat. Die von ihm gesammelten Volkslieder, Besonderheiten der tschechischen Sprache sowie Laute aus der Natur flossen in seine Musik ein. So entwickelte er eine ganz eigene musikalische Sprache bzw. „Sprachmelodie“. Deshalb wird ihm eine bedeutende Rolle für Neuerungen in der Musik des 20. Jahrhunderts zugeschrieben. Herausragend bleibt aber seine Bedeutung im Bereich Oper – in quantitativer Hinsicht, denn nach Mozart, Wagner, Verdi, Richard Strauss und Puccini gilt er als der meistgespielte Opernkomponist – aber auch unter dem qualitativen Aspekt. Der Tscheche wird von Musikexperten als einer bedeutendsten Opernkomponisten weltweit angesehen.

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