Opernkomponist Peter I. Tschaikowski

Pjotr Iljitsch Tschaikowski wurde am 25. April 1840 in Wotkinsk (ca. 150 km südwestlich der russischen Stadt Perm) geboren und sollte einer der bedeutendsten russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts werden. In Wotkinsk hatte sein Vater, der Bergbauingenieur Iljya Tschaikowski, die Position des Direktors der Kamsko-Wotkinski Fabrik bekommen. Diese kleine russische Bilderbuch-Siedlung um die Fabrik herum war von Moskau und St. Peterburg fast 900 km in östlicher Richtung entfernt. Das bedeutet gewaltige Landschaft, prächtige Natur, und der direkte Kontakt zu den Arbeitern und Bauern haben den kleinen Pjotr nachhaltig beeinflusst, insbesondere die russischen Folklorelieder auf Volksfesten. Es waren seine glücklichsten Jahre, die ihn musikalisch stark geprägt haben.


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Das musikalische Talent von Peter I. Tschaikowski wurde durch seine Eltern früh erkannt und auch gefördert. Dennoch hatte er nicht wirklich eine fundierte, klassische Musikausbildung genossen. Seine erste Lehrerin war z. B. keine professionelle Musikerin, und der kleine Pjotr “überholte” sie schnell mit seinen bemerkenswerten musikalischen Fähigkeiten.

Seine Zeit in St. Petersburg und Moskau

Seine berufliche Karriere war eigentlich im Staatsdienst vorgesehen. Daher war der erst Zehnjährige schon in der damals besten Rechtsschule in St. Petersburg eingeschrieben. Nach dem erfolgreichen Abschluss dort bekam Pjotr mit 19 Jahren einen guten Posten im Justizministerium. Während dieser ganzen Zeit nahm er privat Klavierstunden, dennoch deutete sich sein musikalischer Werdegang jetzt noch nicht an. Erst 1862 entscheidet sich der noch junge Peter I. Tschaikowski für einen ganz anderen Lebensweg. Er verlässt bewusst den sicheren Hafen des “Beamtenjobs”. Manche Menschen fühlen sich irgendwie von Gott zu etwas berufen, der 22-jährige Pjotr fühlte sich auch berufen, allerdings war sein Gott die Musik, die tatsächlich seit Kindesbeinen in ihm wohnte. Seine Musik wollte unbedingt nach draußen, was ihm zuweilen sogar schon als Kind Schmerzen bereitete. Schon als kleines Kind improvisierte er stundenlang, es war sein Ventil, seine Eindrücke der gehörten Musik zu verarbeiten.

Peter I. Tschaikowski wurde also Mitglied des gerade von Anton Rubinstein neu gegründeten Petersburger Konservatoriums und studierte dort besonders intensiv Komposition. Drei Jahre später erhält Tschaikowski ein Angebot für eine Stelle als Lehrer am gerade neu gegründeten Konservatorium in Moskau, das von Rubinsteins Bruder Nikolai geleitet wird. Endlich kann sich  (allerdings am Rande des Existenzminimums) vollständig der Musik widmen, eine Lebenssituation, die auch vielen guten modernen Musikern durchaus bekannt ist. Hier entstehen seine ersten erfolgreichen Werke, darunter die Ouvertüre Romeo und Julia, die 1. Sinfonie, die Oper “Der Wojewode”, in der er typische russische Volkslieder verarbeitet. Das Zurückgreifen auf die nationale Musik Russlands war zu jener Zeit ohnehin beliebte Tradition geworden, auch der Begründer der russischen Nationaloper Glinka hatte sich damit bereits intensiv beschäftigt, was ihm auch hoch angerechnet wurde. Tschaikowski unterstützte mit seiner Musik diese Strömung.

Tschaikowskis wichtigste Werke

Sein vielleicht bedeutendstes und erfolgreichstes Werk, das 1. Klavierkonzert, macht Peter I. Tschaikowski endlich zu einem der größten Komponisten Russlands und bringt ihm zugleich internationalen Ruhm ein. 1877 wird das berühmte Ballett Schwanensee im Moskauer Bolschoi-Theater aufgeführt. Die weiteren Ballette Dornröschen und Der Nussknacker gehören ebenso wie die erst in späteren Jahren geschriebenen berühmten Opern Eugen Onegin und Pique Dame zu den unsterblichen Werken des Maestros. Aber so erfolgreich auch Tschaikowskis musikalisches Leben war, sein privates Leben kann man wohl eher als Fiasko bezeichnen, was sein schon immer extrem sensibles Nervensystem sicherlich stark belastet hatte. Mit nur 53 Jahren verstarb Peter I. Tschaikowski am 25. Oktober 1893 in St. Peterburg.

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