Opernkomponist Richard Wagner

Richard Wagner schreibt 1870: „Viel Zeit muss ich haben,- denn was ich niederschreibe, ist eben Alles Superlativ.“ Damit nahm er Bezug zur Oper Die Götterdämmerung, die das letzte Werk aus dem großen Zyklus Ring des Nibelungen ist. Richard Wagner war ein Mensch und Künstler der Superlative. Die Strahlkraft der Opern von Richard Wagner reicht bis in die heutige Zeit hinein.

Frühe Begabung

Richard Wagner KomponistRichard Wilhelm Wagner ist am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren und gilt als einer der bedeutendsten deutschen Komponisten, Dramatiker, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseure und Dirigenten. Sein Vater starb kurz nach seiner Geburt. Um die Familie gesichert zu wissen, heiratete seine Mutter, Johanna Rosina Pätz, den Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer. Richard Wagners hohe musikalische Begabung kündigte sich schon in frühen Kinderjahren an. Nach der Übersiedlung der Familie nach Leipzig wurde er Mitglied des Thomanerchors und Schüler des Thomaskantors Theodor Weinlig, der ihn in Kontrapunkt, Fuge sowie im Geigenspiel unterrichtete. Sein erstes Opernwerk Die Feen komponierte er 1834, nachdem er eine Anstellung als Chordirektor in Würzburg angenommen hat. Das romantisch geprägte Stück wurde allerdings erst fünf Jahre nach Wagner Tod (1888) uraufgeführt.

Revolutionäre Ambitionen

Richard Wagner engagierte sich immer wieder in revolutionären Bewegungen. Nach beruflichen Aufenthalten in Magdeburg, Königsberg und Riga, daraufhin Paris, wo er an den Opern Rienzi (1841/42) und Der fliegende Holländer arbeitete, nahm er aktiv an der Revolution von 1848/49 teil. Nachdem er steckbrieflich gesucht wurde, war er gezwungen, nach Zürich zu fliehen. Dort konzipierte er die grundlegenden Ideen zum Ring des Nibelungen. Er machte die Bekanntschaft von Mathilde Wesendonck, die ihm in Tribschen (Schweiz) ein Haus zur Verfügung stellte. Erst 1860, nach einer Amnestie, konnte Wagner nach Deutschland zurückkehren. Es entstanden die wichtigsten Opern von Richard Wagner.

Herausforderung Bayreuth und die Opern

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Stets von finanziellen Nöten getrieben, kam er zur Ruhe, nachdem ihn König Ludwig II. von Bayern nach München holte. Inzwischen hatte Wagner das Werk Tristan und Isolde zu Ende komponiert. Das unstete Leben Wagners fand eine neue Herausforderung in Bayreuth. Dort lebte Wagner mit seiner zweiten Ehefrau Cosima Wagner ab 1871. Die Kleinstadt Bayreuth wurde zum Austragungsort der ersten Richard-Wagner-Festspiele (1876). In die Geschichte ging Wagner als einer der wichtigsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert ein. Die Opern von Richard Wagner, etwa Tannhäuser (1845) und „Lohengrin“ (1850) stellen Höhepunkte der romantischen Musik dar. Der Ring des Nibelungen ist Wagners zentrales Werk. Dazu gehören Das Rheingold (1869), Die Walküre (1870), Siegfried (1876) und Götterdämmerung (1876). Richard Wagner unternahm den bahnbrechenden Versuch, Dichtung, Musik und Theater als “Gesamtkunstwerk“ zu vereinen. Wagner verstarb am 13. Februar 1883 in Venedig.


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Wagner Heute

Die Bayreuther Festspiele und die Opern von Richard Wagner bereichern bis heute die musikalische Landschaft. Sie sind nach über 130 Jahren nach Wagners Tod (1883) mit Inszenierungen von Regisseuren wie Christoph Schlingensief oder Frank Castorf zu einem Anziehungspunkt für Opernfreunde aus der gesamten Welt geworden.

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