Opernkomponist Vincenzo Bellini

Vincenzo Bellini fand nicht zufällig seine Bestimmung in der Musik. Er wurde am 3. November 1801 in Catania, Sizilien, in eine Musikerfamilie hineingeboren.

Anfänge und Karriere

Bellinis Großvater war Kapellmeister in Catania, und sein Vater Rosario Bellini war Kirchenmusiker. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt Vincenzo Bellini mit drei Jahren von seinem Großvater. Mit sechs Jahren begann er zu komponieren. Schon vor seinem Besuch des Reale Collegio di Musica di San Sebastiano in Neapel (1819 bis 1825) hatte er sich mit kleineren selbst geschriebenen Klavierstücken einen Zugang in die feinere Gesellschaft erspielt. Sein Gesellenstück, die Oper „Adelson e Salvini“ (uraufgeführt im Februar 1825), erlangte die Aufmerksamkeit des Impressarios Domenico Barbaja. Er erteilte Bellini den Auftrag zur Oper „Bianca e Fernando“, die im Mai 1826 am Teatro San Carlo in Neapel aufgeführt wurde. Nach deren Erfolg standen Vincenzo Bellini die Türen zu den großen Opernhäusern offen. Im Teatro alla Scala in Mailand machte der Komponist die Bekanntschaft mit dem Librettisten Felice Romani. Romani schrieb Bellini den Text für seine nächste Oper „Il Pirata“. Mit ihr gelang Vincenzo Bellini der Durchbruch auch außerhalb des Königreichs Sizilien. Die Erstaufführung von „Il Pirata“ gilt als Geburtsstunde der romantischen italienischen Oper und Vincenzo Bellini als ihr Schöpfer.

Bellinis Größte Erfolge

Für die beiden folgte eine sehr produktive und erfolgreiche Schaffensphase. Vincenzo Bellini gelang mit seiner Musik ein enger musikalischer Bezug zu den Texten Romanis, indem er anstrebte, jeder Silbe einen Ton zuzuordnen. Mit dieser syllabischen Methode schuf er eine neue musikalische Sprache. 1829 folgte, ebenfalls in Mailand, „La straniera“ und 1829 die Oper „Zaira“ in Parma, die allerdings beim Publikum durchfiel. Bellini jedoch verarbeitete ungerührt Teile dieser Oper in sein Werk „I Capuleti e i Montecchi“, eine Shakespeare-Adaption, die 1830 in Venedig Premiere hatte. 1831 folgte die Oper „La sonnambula“, die Kritiker und Zuhörer zu Tränen gerührt haben soll. Ebenfalls 1831 wurde seine heute wohl berühmteste Oper „Norma“ in Mailand uraufgeführt. Sie zählt bis heute zu den meistgespielten Opernwerken des Belcanto.


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Bruch mit Romani

Die Zusammenarbeit zwischen Romani und Bellini endete, nachdem die Oper „Beatrice di Tenda“ 1833 durchgefallen war. Während Vincenzo Bellini das Libretto von Romani für diesen Misserfolg verantwortlich machte, warf jener dem Komponisten vor, sich zu viel um seine Liebesaffären und zu wenig um die Arbeit zu kümmern.

Aufenthalt in Paris und letzte Jahre

Von 1833 an lebte Vincenzo Bellini in Paris. Dort wurde auch seine letzte Oper „I Puritani“ 1835 aufgeführt und triumphal gefeiert. Wegen eines Darmleidens zog sich Bellini in sein Landhaus in Puteaux zurück, wo er am 23. September 1835 starb.

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